

Seit 1989 für den SFB, seit 1994 u.a. für radiomultikulti Autorin und Reporterin, später auch Planung und Metro-Redaktion.
Als Flüchtlingskind war ich es gewohnt, die Zugereiste zu sein – bis ich nach Berlin zog. Hier kamen so viele von viel weiter her als ich, und wir konnten alle heimisch werden.
Seit 1994 ist radiomultikulti der Platz, von dem aus ich mit all den Alt- und Neu-Berlinern reden kann. Ich habe Afrikaner in Berlin vorgestellt, Sinti- und Roma-Tage gefüllt, mit Hilfe von Hörerinnen und Hörern Bücher nach Tegel geschafft, immer wieder über Flüchtlinge und Bleiberecht berichtet; ich habe kaum machbare Projekte besucht, die mit großem Einsatz gerade von Neu-Berlinern dann doch wunderbar funktionieren, in Oranienburg, in Mitte, in Königs Wusterhausen; und manchmal bin ich auch satirisch, wie mit "Krishna“, den abenteuerlichen Spuren eines Einwanderers gefolgt.
Sendungen planen, Termine organisieren, das mache ich mit Leidenschaft, aber
bis heute vergesse ich alles Andere, wenn Menschen mir ihre Geschichte erzählen; es gibt nichts Spannenderes.